Häufige Fehleinschätzungen

Zum Thema Einbruch und Sicherheit rund um Haus und Wohnung gibt es viele Fehleinschätzungen.

Hier finden Sie die häufigsten Irrtümer und Fehleinschätzungen:

Die meisten Einbrüche erfolgen nachts

70 Prozent der Einbrüche geschehen zwischen 10 Uhr und 20 Uhr, also am Tag, wenn die Bewohner außer Haus sind. Nur in 20 Prozent sind die Opfer anwesend.

Urlaubszeit = Einbruchszeit

Zwar gibt es in der  Sommer- und Urlaubszeit einen Anstieg bei den Einbruchszahlen, allerdings ist die Urlaubszeit nicht Haupteinbruchszeit, denn am meisten wird in der dunklen Jahreszeit von Oktober bis März eingebrochen.

Bei mir gibt es sowieso nichts zu holen!

Viele unterschätzen den Wert ihrer Gegenstände, die sie zu Hause haben. Einbrecher hoffen immer auf lohnende Beute und wissen im Vorfeld meist nicht, welche Wohnungen oder Häuser sich lohnen. Jede Wohnung hat Wertgegenstände, die sich schnell zu Geld machen lassen.

Einbrüche gelten als aufgeklärt, wenn der Täter verurteilt wurden

Ein Einbruch gilt bereits als aufgeklärt, wenn die Beamten einen Tatverdächtigen ermittelt haben. Die Aufklärungsquote lag 2015 bei 15,2 %. Ein Gerichtsverfahren gegen einen Verdächtigen wurde im gleichen Jahr jedoch nur in weniger als 3 % der Fälle erhoben.

Meine Wertsachen sind gut versteckt

Einbrecher kennen meist alle Verstecke und finden daher oft alle Wertsachen. Am sichersten sind Ihre Wertsachen in einem Tresor untergebracht, der von Versicherungen zugelassen ist.

Im oberen Stockwerk lebt man sicherer

Gerade die oberen Stockwerke sind für Täter interessant, da hier weniger Störungen im Treppenhaus erfolgen und die Täter ungestört "arbeiten" können.

Die 110 wählt man nur bei Gefahr

Lieber einmal zu viel den Notruf wählen als einmal zu wenig!

Hat man den Notruf gewählt, wird man gebeten, die Lage zu beschreiben. Aufgrund dieser Angaben entscheidet dann die Polizei, was getan werden muss. Ein falscher Alarm hat nur dann Konsequenzen, wenn man die Polizei mit Absicht in die Irre führt!

Inventarlisten benötigt man erst nach einem Einbruch

Ist man Opfer einen Einbruchs geworden, muss man genau angeben können, was einem fehlt, dies ist hinterher meist schwierig.

Wer hier keine genauen Angaben machen kann, am besten mit Fotos und Beschreibung der Gegenstände (Gravuren, Seriennummern, markante Merkmale), hat wenig Chancen Schadenersatz zu erhalten.

Einbrecher sind Profis, da hilft auch die beste Sicherung nichts

Die meisten Einbrüche werden von Gelegenheitsdieben mit einfachsten Werkzeugen durchgeführt.

Daher gilt: Je mehr Zeit bei Einbruchversuchen verstreicht, desto größer das Risiko, entdeckt zu werden

Einbrecher spionieren ihre Opfer im Vorfeld aus

Die meisten Täter sind Gelegenheitsdiebe, die Schwachstellen an Häusern und Wohnungen sofort ausnutzen (gekippte Fenster oder Balkontüren). Die wenigsten Täter spionieren ihre Opfer im Vorfeld aus. Meist wird nur durch Klingeln geprüft, ob jemand zu Hause ist.