KfW Investitionszuschuss

für Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz

Seit 19.11.2015 können private Eigentümer und Mieter Zuschüsse für Maßnahmen zur Sicherung gegen Wohnungs- und Hauseinbrüche in Anspruch nehmen.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) stellt für Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz insgesamt 30 Mio. Euro bis 2017 zur Verfügung, d. h. jährlich 10 Mio. Euro.

Wer wird gefördert?

Gefördert werden nachfolgende natürliche Personen:

  • Eigentümerinnen und Eigentümer von selbst genutzten oder vermieteten Ein- und Zweifamilienhäusern mit maximal 2 Wohneinheiten sowie von Eigentumswohnungen in Wohnungseigentümergemeinschaften
  • Mieterinnen und Mieter.
Wie und in welchem Umfang wird gefördert?

(Alle Angaben brutto inkl. Mehrwertsteuer, sofern der Antragsteller nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt ist)

  • Die Förderung erfolgt durch einen Zuschuss in Höhe von 10 % der Investitionssumme.
  • Bei Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz werden förderfähige Investitionskosten von mindestens 500 Euro bis maximal 15.000 Euro pro Wohnung bezuschusst.
  • Bei Maßnahmen zur Barrierereduzierung (Einzelmaßnahmen oder Standard Altersgerechtes Haus) werden förderfähige Investitionskosten von mindestens 2.000 Euro bis maximal 50.000 Euro pro Wohnung bezuschusst.
  • Bei Kombination von Maßnahmen zum Einbruchschutz und zur Barrierereduzierung werden förderfähige Investitionskosten von mindestens 2.000 Euro bis maximal 50.000 Euro pro Wohnung bezuschusst.
  • Bei allen Maßnahmen sind sowohl Materialkosten als auch Handwerkerleistungen förderfähig.
  • Es werden keine bereits begonnenen oder schon abgeschlossene Vorhaben sowie keine Ferien- und  Wochenendhäuser oder gewerblich genutzte Flächen gefördert!

Hinweis:
Die Kombination einer Förderung aus dem Produkt 455 mit einer steuerlichen Förderung gemäß §35 a Absatz 3 EStG (Steuerermäßigte Handwerkerleistung) für in diesem Programm geförderter Maßnahmen ist nicht möglich.

Detailierte Informationen finden Sie hier.

Welche Unternehmen dürfen beauftragt werden?

Voraussetzung für die Förderung ist die Durchführung durch ein Fachunternehmen des Handwerks.

Wie erfolgt der Antrag?
  • Das Antragsformular Nr. 6000003280 „Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss (455)“ finden Sie im u.a. Link auf der Homepage der KfW.
  • Der Antrag muss zwingend vor Beginn des Umbaus direkt bei der KfW gestellt werden.
  • Neben dem persönlich unterschriebenen Antragsformular ist nur die beidseitige Kopie eines gültigen Ausweisdokuments des Antragstellers direkt bei der KfW per Post im Original einzureichen.
  • Angebote müssen nicht mit beigefügt werden.
Wie genau müssen die Kostenschätzungen sein?
  • Es wird empfohlen, die geplanten förderfähigen Maßnahmen inklusive der Materialkosten auf Basis eines eingeholten Angebots zu beantragen.
  • Das Angebot sollte unter Berücksichtigung eventueller Kostensteigerungen erstellt werden.
  • Mögliche Kosten für die Erstellung eines Angebots können nicht übernommen werden.
  • Gefördert werden aber die Kosten der Beratung, Planung und Baubegleitung, die im unmittelbaren Zusammenhang mit den Maßnahmen zur Barrierereduzierung oder zum Einbruchschutz stehen.
  • Evtl. gewährte Rabatte und Skonti mindern den Zuschuss entsprechend.
  • Nach Prüfung der vollständig eingereichten Unterlagen und Einhaltung aller Fördervoraussetzungen erhalten Sie postalisch von der KfW eine Förderzusage
Wie erfolgt die Abrechnung?
  • Nach Abschluss der Maßnahmen, spätestens 6 Monate nach der Zusage muss die Durchführung mit dem Verwendungsnachweis auf dem Formular Nr. 600 000 3591 belegt werden. Das Fachunternehmen muss darauf die Einhaltung der Anforderungen bestätigen.
  • Der Zusschussnehmer muss die Vorhabensdurchführung sowie die Höhe der Kosten und Maßnahmen ebenfalls bestätigen.
  • Alle relevanten Unterlagen sind mindestens 10 Jahre aufzubewahren und auf Verlangen vorzulegen.
  • Die Auszahlung des Zusschusses erfolgt auf das Konto des Antragsstellers.

Tipp:
Für eine reibungslose Prüfung der „Bestätigung nach Durchführung“ bei der KfW wird empfohlen, die Rechnungen so zu gestalten, dass aus den Rechnungspositionen die Kosten der förderfähigen Maßnahmen eindeutig gemäß der nachfolgend aufgeführten Rubriken hervorgehen.